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Heizkosten effektiv senken

Mit wenig Aufwand lassen sich von jedem Euro, der für das Heizen bezahlt wird, 20 Cent sparen. Bei jährlichen Heizkosten von rund 3.600 Euro für ein unsaniertes Einfamilienhaus können das jedes Jahr rund 710 Euro sein.

Wer in Zeiten gestiegener Energiepreise mit einfachen Methoden Energie sparen will, ist deshalb gut beraten, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Hier einige Maßnahmen, die mit wenig Geld umgesetzt werden können und sich schnell bezahlt machen: 

1. Richtige Raumtemperatur wählen:
 Die optimale und angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um bis zu sechs Prozent – Geld, das sich problemlos sparen lässt.

2. Stoßlüften: Beim Dauerlüften über gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals täglich stoßlüften – im Winter fünf bis zehn Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen. Geschlossene Gardinen oder Rollläden verringern Wärmeverluste in der Nacht.

3. Wärmestau vermeiden: Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Deshalb dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll. 

4. Heizkörper entlüften: Heizkörper können nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell und einfach entlüften. 

5. Fenster und Türen abdichten: Durch undichte Türen und Fenster entweicht kontinuierlich warme Luft aus der Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen. 

6. Elektronische Heizkörperventile einsetzen: Mit elektronischen Heizkörperreglern wird die Raumtemperatur nach einmaliger Einstellung automatisch geregelt. So ist das Bad morgens zum Duschen bereits warm, kühlt aber tagsüber – wenn es nicht gebraucht wird – auf sparsame 16 Grad herunter. Ein unnötiges Durchheizen nicht benutzter Räume wird so ganz automatisch vermieden.

7. Heizung richtig einstellen und Heizungspumpe überprüfen: Wenn Heizkörper rauschen oder ungleichmäßig warm sind, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Ein Fachmann sollte in dem Fall die Heizung gründlich überprüfen.

8. Tauschen Sie veraltete Heizkessel aus. Die Modernisierung wird umso notwendiger, je älter der Kessel ist. Mit dem Austausch alter Heizkessel können Sie bis zu einem Drittel der Energiekosten sparen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Themen Modernisierung und Finanzierung.

9. Rohrleitungen dämmen: Laufen Heizungs- und Warmwasserrohre durch kalte Räume, zum Beispiel im Keller, verlieren sie einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Rohre im Keller sorgt dafür, dass die Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht. Mit etwas handwerklichem Geschick und einer Anleitung (hier als PDF zum Download) lässt sich das einfach und preisgünstig selbst erledigen.

10. Oberste Geschoss- und Kellerdecke dämmen: Sind der Dachboden oder der Keller weder ausgebaut noch beheizt, sollten die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke auf jeden Fall gedämmt werden. So entweicht die Wärme nicht länger aus beheizten Räumen. 

Eine ausführliche Beschreibung der Tipps finden Verbraucher in der aktuellen dena-Broschüre "Machen Sie dicht: Energiesparen in Gebäuden". Die Broschüren können unter www.zukunft-haus.info bestellt werden.

Quelle: News-Reporter.NET