Grafik: Schwäbisch Hall/Synovate

Modernisierung muss sich rechnen

Die Energiebilanz der eigenen vier Wände wird für Eigentümer, Bauherren und Käufer immer wichtiger. Wie aus einer Repräsentativumfrage im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall hervorgeht, stufte zum Zeitpunkt des Erwerbs nur jeder Dritte den Energieverbrauch der eignen Wohnimmobilie als "sehr wichtig" oder "außerordentlich wichtig" ein – heute sind bereits 87 Prozent dieser Meinung. Zwei Drittel der Eigenheimbesitzer halten Modernisierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch ihrer Immobilie senken, für notwendig, rund ein Drittel sogar für außerordentlich oder sehr wichtig.

Wichtigstes Motiv beim Energiesparen ist nach wie vor für fast 90 Prozent der Befragten die Wirtschaftlichkeit. Umso genauer ist der Blick aufs Finanzielle: Eine der größten Barrieren für energetische Baumaßnahmen sind zu hohe Kosten. Zwar sind 36 Prozent bereit, sich für Energiesparmaßnahmen zu verschulden, doch mit 35 Prozent etwa gleich stark ist die Gruppe derjenigen, die eine energetische Modernisierung ohne öffentliche Fördermittel generell ausschließen. 73 Prozent der Befragten bewerten staatliche Zuschüsse als außerordentlich oder sehr wichtig.

Künftige Modernisierer rechnen mit Gesamtkosten von durchschnittlich 38.500 Euro. Hausbesitzer, die in den vergangenen zwölf Monaten renoviert haben, haben rund 28.000 Euro ausgegeben. 44 Prozent der befragten Eigentümer und Erwerber haben hierfür auf Sparguthaben oder andere Eigenkapitalquellen zurückgegriffen oder beabsichtigen dies. 38 Prozent nutzten ein Bausparguthaben, 37 Prozent das Bauspardarlehen.

Bei Eigentümern, die ihre Modernisierungspläne bereits umgesetzt haben, genoss die Dämmung des Daches mit 66 Prozent oberste Priorität – gefolgt vom Einbau von Wärmeschutzfenstern (58 Prozent) sowie einer energiesparenden Heizungsregelung (55 Prozent). Von den Hausbesitzern, die die Modernisierung noch vor sich haben, planen 41 Prozent die Installation einer thermischen Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung, 30 Prozent eine Fotovoltaikanlage zur Stromerzeugung.

Quelle: News-Reporter.NET